BGM für Männer Konkret

Online-Veranstaltung via Zoom

Digitale Abschlussveranstaltung des Modellprojekts

Mann, was geht?!
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden von Männern fördern

27. Oktober 2021 14:00 – 16:15 Uhr

Zur Anmeldung

Die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz haben in der Vergangenheit durch die steigende Komplexität der Berufsanforderungen an Bedeutung gewonnen. Dabei gelten Berufstätigkeit und psychisches Wohlbefinden im Einklang als optimale Voraussetzung für eine positive Gestaltung des Erwerbslebens. Gerade bei männlichen Beschäftigten gilt die Auseinandersetzung mit psychischer Gesundheit nach wie vor als „unmännlich“ und erfordert alternative Handlungsansätze zur Sensibilisierung für das persönliche Wohlbefinden. Digitale Gesundheitsangebote und das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) können Rahmenbedingungen schaffen, um Männer für ihre mentale Fitness zu sensibilisieren – und das beginnt häufig bereits beim Wording.

Im Kooperationsprojekt „Mann, was geht?!“ der Techniker Krankenkasse, der Universität Bielefeld und der LVG & AFS wurden Zugänge und Erfolgsfaktoren exploriert, um die psychische Gesundheit von Männern in unterschiedlichen Lebensphasen und Lebenswelten zu stärken. Darüber hinaus wurden Risikofaktoren und Barrieren untersucht, die eine Implementierung männergerechter Maßnahmen in die Praxis erschweren.

Wie erleben psychisch belastete Männer ihren (beruflichen) Alltag und wie gehen sie mit diesen Belastungen um? Auf welche Kraftquellen greifen sie zurück? Was bedeutet das für die (digitale) Ansprache und Sensibilisierung männlicher Beschäftigter? Worauf sollten Betriebe im Planungs- und Umsetzungsprozess männergerechter Maßnahmen achten? Die Ergebnisse des Kooperationsprojekts sollen auf dieser digitalen Abschlusstagung reflektiert und diskutiert werden. Auf der Tagung werden Handlungsempfehlungen und Anknüpfungspunkte für eine männergerechte (betriebliche) Gesundheitsförderung vorgestellt.

Zur Anmeldung

Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte des Gesundheitswesens, Akteur*innen des betrieblichen Personal- und Gesundheitsmanagements sowie Multiplikator*innen aus der Männerarbeit. Wo stehen wir? Was haben wir gelernt? Wo wollen wir hin? Lassen Sie uns darüber ins Gespräch kommen!

Programm

13:50 Uhr Ankommen im digitalen Warteraum

14:00 Uhr Begrüßung und Einführung
Thomas Altgeld, LVG & AFS
Dr. Sabine Voermans, Leiterin Gesundheitsmanagement, Techniker Krankenkasse

14:20 Uhr Psychische Gesundheit von Männern: Risiken und Ressourcen
Prof. Dr. rer. soc. Anne Maria Möller-Leimkühler, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Ludwig-Maximilians-Universität

15:00 Uhr Pause

15:10 Uhr Psychische Gesundheit bei Männern zum Thema machen und fördern: Erfolgsfaktoren und Hindernisse
Martin Schumacher, Lennart Semmler, LVG & AFS
Prof. Dr. Petra Kolip, Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften

15:50 Uhr Was nehmen wir mit?
Offener Austausch

16:15 Uhr Veranstaltungsende

Moderation: Thomas Altgeld, Martin Schumacher, Lennart Semmler (LVG & AFS)

Dokumentation

Dokumentation: Tag der ungleichen Lebenserwartung 2020

Gute Arbeit macht gesund – schlechte Arbeit nimmt (das) Leben: Handlungsfelder des Betrieblichen Gesundheitsmanagements für den „Mann in den besten Jahren“

Männer haben eine deutlich geringere Lebenserwartung als Frauen. Der Unterschied beträgt nach wie vor rund fünf Jahre. Während neu geborene Mädchen eine Lebenserwartung von ca. 83 Jahren haben, beträgt diese bei neugeborenen Jungen nur ca. 78 Jahre. Auf ein Jahr umgerechnet würde das Leben von Frauen also in der Silvesternacht enden, das der Männer aber schon am 10. Dezember.

Anders formuliert:
Weihnachten findet ohne Männer statt! Um dies stärker sichtbar zu machen, und dem Ziel folgend, die Lebenserwartung von Männern anzuheben, wurde in Deutschland federführend durch die Stiftung Männergesundheit der Tag der ungleichen Lebenserwartung am 10. Dezember ins Leben gerufen. Im Jahr 2020 stand der Tag unter dem Motto „Gute Arbeit macht gesund – schlechte Arbeit nimmt (das) Leben“.

In diesem Zuge hat Mann, was geht?! am 10. Dezember 2020 eine Veranstaltung durchgeführt, bei der Handlungsfelder des Betrieblichen Gesundheitsmanagements für den „Mann in den besten Jahren“ diskutiert wurden. Die Vorträge von Prof. Dr. Martin Dinges und Gunter Neubauer können sie untenstehend abrufen:

Männlichkeit und Lebenserwartung im Wandel: Welchen Einfluss hat die Arbeit?
Prof. Dr. Martin Dinges, stv. Leiter a.D. des Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung

Zur Video-Dokumentation

(zwischen Minute 05:30 und 06:15 steht wegen einer Aufzeichnungsstörung kein Bild zur Verfügung, die Tonspur ist davon nicht betroffen.)

Gute Arbeit, Betriebliches Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung: Chancen für Männer!
Gunter Neubauer, SOWIT – Sozialwissenschaftliches Institut Tübingen

Video-Dokumentation und PowerPoint-Präsentation auf Anfrage (info@mann-was-geht.de)

Dokumentation

Dokumentation: Online-Seminar-Reihe

Psychische Gesundheit und Wohlbefinden von Männern fördern

Seminar


Zielgruppen im BGM:
Männer – die große Unbekannte?!

Prof. Dr. Volker Nürnberg
Datum: Freitag, 03. Juli 2020
Uhrzeit: 10:30 – 11:30 Uhr

Präsentation (PDF)

Video-Dokumentation

Prof. Volker Nürnberg beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit allen Facetten des Gesundheitsmanagements. So forscht der nach den Erfolgsrezepten, wie man möglichst viele Menschen möglichst gesund hält. Dabei ist er ein Verfechter von zielgruppenorientieren Ansätzen, Männer sind eine typische besonders schwer zu erreichende Gruppierung in der Prävention.

Seminar


Echte Männer reden –
Gesprächsangebote von Mann zu Mann

Rüdiger Jähne
Datum: Montag, 06. Juli 2020
Uhrzeit: 16:00 – 17:15 Uhr

Präsentation (PDF)

Video-Dokumentation

Männer haben Lösungen, keine Probleme. Während Frauen weniger Hemmungen haben, sich mit anderen über ihre Sorgen und Nöte auszutauschen und bereit sind, professionelle Hilfeeinrichtungen aufzusuchen, so tun sich Männer oft schwer, sich Probleme einzugestehen und sich Hilfe zu suchen. In Beratungsstellen sind Männer somit deutlich seltener anzutreffen. Zum einen passt es nicht in das traditionelle Männerbild über eigene Krisen zu sprechen. Zum anderen gibt es auch keine Angebote, die sich konkret an Männer mit ihren geschlechtsspezifischen Themen wenden.
Die Praxis zeigt, dass Männer in die Beratung kommen, wenn sie die Sicherheit haben, dort auf gestandene Männer zu treffen, die sich ganz bewusst dazu bekennen, Fachmann für Männerfragen zu sein. Das Beratungsangebot Echte Männer reden. zeigt, wie wichtig ein auf Männer zugeschnittenes Angebot ist.

Seminar


Men at work:
Bedeutung der Arbeit für die psychische Gesundheit

Prof. Dr. Nico Dragano
Datum: Dienstag, 07. Juli 2020
Uhrzeit: 09:00 – 10:00 Uhr

Präsentation (PDF)

Video-Dokumentation

Die Arbeit ist positiv wie negativ prägend für die Gesundheit. Die Arbeitsrealität von Männern und die möglichen Folgen für die psychische Gesundheit sind Gegenstand des Seminars. Es werden grundsätzliche Einflüsse der Arbeit auf die Entstehung von psychischen Erkrankungen erläutert. Ein Blick auf die ‚typischen‘ Risiken und Ressourcen von Männern dient dann dazu häufig geäußerte Annahmen kritisch zu prüfen – z.B. sind Männer wirklich weniger „stressresistent“ und kümmern sich nicht um ihre psychische Gesundheit?

Seminar


„Männliche“ Qualitäten der Gesundheitsbildung entwickeln und an den Mann bringen

Die mittlere Lebenserwartung der Männer ist in den Ländern der EU-Zone um die fünf Jahre geringer als die der Frauen, auch vom Coronavirus sind sie aktuell wohl stärker betroffen. Im Feld der Gesundheitsbildung und -förderung sind Männer dagegen unterrepräsentiert. Das gilt insbesondere für Männer mit Grundbildungsbedarf, für bildungsbenachteiligte oder migrierte Männer, die von gängigen Angeboten kaum erreicht werden. Im Mittelpunkt des Projekts HelpMen stand die Frage, wie hier Zugänge in eine gesundheitliche Grundbildung (Health Literacy) erleichtert werden können, und wie die gesundheitliche Lage von Männern im Schnittpunkt von Geschlecht, Gesundheit und Bildung insgesamt zu verbessern ist.

Seminar


Fußballfans im Training

Prof. Dr. Reiner Hanewinkel
Datum: Dienstag, 14. Juli 2020
Uhrzeit: 14:30 – 15:30 Uhr

Präsentation (PDF)

Video-Dokumentation

Übergewicht ist ein bedeutsamer Risikofaktor für eine Reihe chronischer Erkrankungen. Mehr als zwei Drittel der erwachsenen Männer Deutschlands sind derzeit übergewichtig oder adipös. Im Unterschied zu Frauen nehmen Männer sehr viel seltener an verhaltenspräventiven Maßnahmen zur Gesundheitsförderung teil. „Fußballfans im Training“ spricht gezielt übergewichtige Männer an, um diese zu motivieren, eine Lebensstiländerung einzuleiten. 25 Vereine der Fußballbundesliga bieten mittlerweile das Programm an. Das Programm, die Umsetzung in den Vereinen sowie die Evaluation werden im Seminar dargestellt und diskutiert.