Es beginnt etwas Neues – Übergang in die Rente gestalten

Gerade für Männer, die gemeinhin als eher berufsorientiert gelten und denen mit dem Ende ihrer Erwerbstätigkeit Gefahr droht, in das berühmte „Loch“ zu fallen, kann eine Orientierung in Hinblick auf den bevorstehenden Ruhestand hilfreich und sinnvoll sein. Die Stiftung Männergesundheit hat daher den Kurzratgeber „Übergang in die Rente“ erstellt. Die Broschüre enthält viele praktische Tipps, wie man(n) sich auf den Ruhestand vorbereiten kann, um diesen erfüllt und aktiv erleben zu können.

Zur Broschüre: https://www.stiftung-maennergesundheit.de/aktuelles-details/%C3%BCbergang-in-die-rente-neue-ausgabe-der-wissensreihe-ist-da.html

Wertewandel: Gewachsenes Interesse an männlichem Care-Engagement

Neue Studie zum Schweizer Mediendiskurs zeigt gewachsenes Interesse an männlichem Care-Engagement

2020 haben sich Schweizer Medien doppelt so häufig mit Vaterschaft und anderen Care-Beiträgen von Männern beschäftigt als noch 2010, wie eine aktuelle Medienanalyse zeigt. Sie interpretiert das gewachsene Interesse als Zeichen eines Wertewandels, der egalitäre Aufgabenteilungen in der Familie immer mehr zum Leitbild werden lässt.

Kernergebnisse:

  • Stark gewachsenes mediales Interesse an Themen rund um männliches Care-Engagement: Verdoppelung des Gesamtumfangs der Berichterstattung zwischen 2010 und 2020.
  • Verteilungs-, Gleichstellungs- und Gerechtigkeitsfragen (gender care gap) werden immer mehr thematisiert: Fehlende männliche Care-Leistungen stehen im Fokus.
  • Hotspot-Thema Vaterschaft: Der Umfang der Berichterstattung hat sich mehr als verdoppelt. Das Ideal der präsenten Vaterschaft verfestigt sich, wobei die Diskrepanz zur statistischen Realität thematisiert wird. Interesse an Vereinbarkeitsfragen wächst.
  • Männliche Selbstsorge wird erst langsam ein öffentliches Thema: Der Fokus liegt auf Defiziten. Erst in Ansätzen wird ein Wertewandel hin zu sorgsameren Männlichkeitsnormen sichtbar.

Quelle: https://www.maenner.ch/neue-studie-zum-schweizer-mediendiskurs-zeigt-gewachsenes-interesse-an-maennlichem-care-engagement/

Teilnehmer gesucht: Studie zu Einflussfaktoren auf die psychische Gesundheit von Männern

Im Rahmen eines Forschungsprojektes untersucht die Arbeitseinheit für klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität des Saarlandes Einflussfaktoren auf die psychische Gesundheit von Männern.

Studien deuten auf zahlreiche geschlechtsspezifische Unterschiede bei psychischen Erkrankungen hin, so unterscheiden sich beispielsweise die Symptome von Depressionen bei Männern und Frauen. Ebenso nutzen psychisch belastete Männer wesentlich seltener psychotherapeutische und psychiatrische Versorgungsangebote. Dies führt dazu, dass weniger psychische Erkrankungen bei Männern diagnostiziert werden, während jedoch zum Beispiel rund drei Viertel aller erfolgreichen Suizide auf Männer entfallen (Walther & Seidler, 2020).

Daher ist es Ziel der Studie Einfluss- und Wirkfaktoren auf die psychische Gesundheit von (cis-)Männern zu identifizieren und deren Wechselwirkung zu untersuchen. Inhaltlich werden dabei Fragen zu aktuellen und vorangegangen psychischen Problemen (z. B. Depressivität, Suizidalität und soziale Ängstlichkeit), Diskriminierungs- sowie Missbrauchserfahrungen, psychosoziale Risiko- als auch Schutzfaktoren (z.B. Selbstwert, Rollenbilder, Grübelneigung, soziale Unterstützung) gestellt. Insbesondere liegt der Fokus auch auf schwulen und bi- und pansexuellen (cis-)Männern, da diese im Alltag vermehrt Diskriminierung und Missbrauch (z.B. de Vries et al., 2020) erfahren, was mit Minoritätenstress einhergeht und das Risiko für psychische Erkrankungen erhöhen kann (Minoritätenstressmodell: Meyer, 2003; Psychologisches Mediationsmodell: Hatzenbuehler, 2009).

Zielgruppe der Studie: (cis-)Männer über 18 Jahre

Befragungsdauer: 45-60 Minuten

Unter allen abgeschlossenen Befragungen werden am Ende der Studie 20x 15€ Gutscheine (z. B. für Amazon) verlost.

Bei Rückfragen kann sich an Tobias Issler (M.Sc) gewendet werden.

Link zur Studie: www.soscisurvey.de/PsyGesundheit/

Podcast: Ist das normal / Männlichkeit

„Es geht um den Menschen, der am Penis dranhängt“, sagt Psychologe, Paar- und Sexualtherapeut Michael Sztenc. Wie geht Mann mit Stress, Anspannung und Versagensängsten um? In diesem Podcast erfahrt ihr, wie Menschen mit Penis lernen, Sex wieder zu genießen und aufhören, nur auf den Penis als Ursache für Lustlosigkeit und Erektionsstörungen zu starren.

Zum Podcast: https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-12/maennlichkeit-penis-sex-probleme-leistungsdruck-michael-sztenc-sexpodcast?utm_referrer=https%3A%2F%2Fnews.google.com%2F

Monatliches Männer-Video-Forum

Versöhnung – ein großes Wort, und auch die Frage, ob und wie weit es sie braucht. Das Thema lädt uns ein, offen und im geschützten Raum der Gruppe eigene Fragen von Konflikt und Versöhnung zu besprechen, sei es der Umgang mit der Corona-Situation oder auch mit jedem anderen, mehr oder weniger tief gehenden Konflikt.

Reicht es denn nicht auch, tolerant zu sein und die Ideen, Ansichten, Les- und Lebensarten anderer zu verstehen? Akzeptieren, fertig? Müssen wir immer im Einklang sein, oder ist Streit und die Art, wie wir ihn führen, nicht etwas, was jede*n nach vorne bringen kann?

Wann hast Du Dich zuletzt versöhnt, mit wem und inwieweit? Mit Deiner*m Partner*in? Mit Kindern, die sich ablösen, abgespaltenen Familienmitgliedern, ehemaligen Freunden?

Vielleicht spricht Dich das Thema an, vielleicht bewegt es Dich, vielleicht ist es etwas, über das Du seit langem mit anderen Männern ins Gespräch kommen möchtest?

Zur Veranstaltung gelangst du hier: https://www.coma-call.de/thementermine/

Männer und der Übergang in die Rente: MDR KULTUR Spezial

Der aktuelle Bericht der Stiftung Männergesundheit zeigt: Ein Rentenalter bei guter Gesundheit ist keine Selbstverständlichkeit, sondern will vorbereitet und gestaltet sein. Sinnvoll ist, schon zehn Jahre vor der Rente auf die eigene Gesundheit zu achten, das soziale Netz auszubauen. Und das ist nicht allein eine individuelle Aufgabe, auch die gesellschaftliche Debatte, Politik und Soziale Arbeit sollten diese Lebensphase stärker in den Blick nehmen, die nach 2050 über 20 Millionen Menschen in Deutschland betrifft.

Welche Lebens- und Arbeitsmodelle, welche gesundheitsfördernden Projekte dabei in den Blick genommen werden sollten, dazu ist Olaf Theuerkauf, Geschäftsführer der Stiftung Männergesundheit im Gespräch mit Thomas Bille.

Quelle und Link zur Mediathek des MDR: https://www.mdr.de/kultur/radio/ipg/sendung-612636_date-2020-11-24_ipgctx-true_zc-1ddc94e2.html

Podcast zum Buch „In Rente“ von Wolfgang Prosinger

Passend zum kürzlich erschienenen Männergesundheitsbericht mit dem Thema „Männer und der Übergang in die Rente“ hat die Stiftung Männergesundheit einen Podcast produziert. Der Schauspieler Peter Rauch liest acht Kapitel aus dem Buch „In Rente“ von Wolfgang Prosinger vor. Das Werk stammt bereits aus dem Jahr 2015.

Nichts bedeutet eine größere Veränderung für unser Leben als der Renteneintritt. Denn wir werden ab der Grundschule vom Leistungsgedanken bestimmt: Schule schaffen, Job bekommen, Karriere machen etc. Plötzlich aber geht es nicht mehr um Leistung. Eine Konstante, die das Leben 60 Jahre lang bestimmt hat, bricht weg. Ist das ein Glücksfall, weil leidige Pflichten und Zwänge endlich wegfallen? Oder bedeutet es den Absturz in die Bedeutungslosigkeit und den Verlust des Lebenssinns?
Einfühlsam, dicht und humorvoll beschreibt Prosinger den Weg in die Rente, der uns alle – ganz unmittelbar oder als Angehörige – angeht.


Link zum Podcast: https://www.stiftung-maennergesundheit.de/projekte/podcast-in-rente.html

Start der Kampagne zum Tag der ungleichen Lebenserwartung

Die diesjährige Kampagne beginnt am heutigen Internationalen Männertag und läuft bis zum Tag der ungleichen Lebenserwartung am 10. Dezember. Ihr Motto ist:

Gute Arbeit macht gesund – schlechte Arbeit nimmt (das) Leben

Die Homepage der Kampagne wurde aktualisiert, dort findet sich u.a. eine Link- und Literaturliste und ein Quiz mit Gewinnspiel rund um Fragen zur Lebenserwartung.

Außerdem startet heute eine Reihe von Facebook-Posts zum Thema mit kurzen Clips, die nach und nach freigeschaltet werden und denen i.d.R. eine Langversion hinterlegt ist.

Do 19.11. Internationaler Männertag – Übergang in die Rente
Sa 21.11. Die Qual der Wahl – Studien- und Berufswahl und Gesundheit
Mo 23.11. in Japan Arbeitsdanktag – Arbeit als Quelle der Gesundheit
Do 26.11. Wenn Karriere zum (Gesundheits-) Problem wird
Sa 28.11. Wer bin ich ohne meine Arbeit?
Mo 30.11. Vereinbarkeit als Gesundheitschance für Männer?
Di 01.12. Welt-Aids-Tag – Pflege deinen Schwanz
Mi 01.12. Int. Tag für die Abschaffung der Sklaverei – Arbeitsausbeutung von Männern und Formen moderner Sklaverei
Do 03.12. Int. Tag der Menschen mit Behinderung – Arbeitsfähigkeit vs. Wertschätzung
Sa 05.12. Int. Tag des Ehrenamts – Lebensbalance durch „andere“ Arbeit
So 06.12. Umgang von Arbeitgebern mit Arbeitnehmern vor dem Renteneintritt
Di 08.12. Die Arbeit verlieren: Was genau verliert man da?
Do 10.12. Tag der ungleichen Lebenserwartung – Pflicht oder Kür? Wie das eigene Potenzial in der Arbeit zur Geltung kommt

Die diesjährige Kampagne wird getragen von

  • Stiftung Männergesundheit und Förderverein der Stiftung Männergesundheit
  • Agentur für Männer
  • Bundesforum Männer
  • DIEG – Dresdner Institut für Erwachsenenbildung und Gesundheitswissenschaft
  • Landesfachstelle Männerarbeit bei der LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen
  • Netzwerk Jungen- und Männergesundheit
  • Papaseiten im VSP Dresden
  • SOWIT – Sozialwissenschaftliches Institut Tübingen

Quelle: https://netzwerkmaennergesundheit.wordpress.com/2020/11/19/internationaler-mannertag-start-der-kampagne-zum-tag-der-ungleichen-lebenserwartung/

Internationaler Männertag: Männer am Übergang in den Ruhestand

Heute ist der internationale Tag der Männergesundheit und zugleich erster Tag einer dreiwöchigen Kampagne der Stiftung Männergesundheit, die am Tag der ungleichen Lebenserwartung (TUL), dem 10. Dezember, ihr Finale hat.

Das übergeordnete Motto der diesjährigen TUL-Kampagne ist „Gute Arbeit macht gesund – schlechte Arbeit nimmt (das) Leben“.

Gleichzeitig erscheint heute der Vierte Männergesundheitsbericht. Er widmet sich dem Thema „Männer und der Übergang in die Rente“.

Deshalb macht Prof. Dr. Eckart Hammer passend zum Thema den Auftakt des TUL 2020 und beantwortet 5 Fragen zum Übergang der Männer in den Ruhestand.

Eckart Hammer ist Professor für Soziale Gerontologie und Sozialmanagement an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg. Er ist außerdem Coach und Lebensberater mit dem Fokus „Männer & Alter(n)“ sowie Mitglied in der Fachgruppe „Ältere Männer“ im Bundesforum Männer.

Hier findet ihr das Interview in voller Länge: https://youtu.be/nxbhCVfaF4k

Männer in Deutschland sind mit ihrer Arbeit unzufriedener als im EU-Durchschnitt

Trotz eines im EU-Vergleich selbst in Krisenzeiten robusten Arbeitsmarktes hadern Männer in Deutschland überdurchschnittlich oft mit ihrer Arbeitssituation.

Im Jahr 2018 waren rund 22 % der Männer ab 16 Jahren hierzulande unzufrieden mit ihrer Arbeit, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltmännertags am 3. November mitteilt. Im EU-Durchschnitt waren es nur 17 %.

Mehr als die Hälfte der Männer in Deutschland waren mit ihrer Arbeit mittelmäßig zufrieden (55 %). Hier lag der EU-Durchschnitt bei 59 %. 23 % gaben an, sehr zufrieden zu sein (EU: 24 %).

Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/11/PD20_N071_132.html